Geburtstagsausfahrt nach Bühl
Auch die Funradler, ehemalige Rennradler oder einfach Radbegeisterte, die das Radeln im Alter langsamer und genussvoll angehen lassen, feierten den zwanzigjährigen Geburtstag ihres Radclubs in Bühl. Um wenigstens morgens noch von der allzu großen Hitze verschont zu werden, angesagt waren 40Grad, starteten die Funradler um 7 Uhr in bester Laune und mit viel Flüssigkeitsvorrat in den Satteltaschen zur 100km -Tour! Für die letzte Etappe nahmen in Durlach, wie schon geplant, einige den Zug nach Bühl. Die ganz Unentwegten ließen sich auf die gesamte Tourenlänge ein (Durchschnittsalter 76 Jahre!). Bei vielen Trinkpausen wurden die Lebensgeister mit Hilfe von mitgebrachten Snacks und frischen Mirabellen und Beeren aus dem Garten eines Mitradlers immer wieder neu mobilisiert! Schnell stiegen die Temperaturen. Alles, was Kühlung versprach, wurde ausgenützt. Wassersprenger auf den Feldern, Springbrunnen in den Städten oder auch das Angebot einer Frau mit einem Wasserschlauch die Mutigen zu besprühen, war willkommen! Selbst die größte Hitze konnte die gute Laune der Radler nicht trüben. Die letzten schattenlosen Kilometer ließen die Funradler gut durchhalten, waren doch die kühlen Klostermauern bald erreicht! Aber das war eine Fata Morgana! Tagelange Hitze hatten auch diese stark aufgeheizt! Da hatten es die Funradler, die schon früher mit dem Zug angekommen waren, besser getroffen! Während die eine Gruppe sich noch mit Weg und Hitze auseinander zu setzen hatte, waren die Zugfahrer nach einer äußerst lustigen Fahrt und vielen helfenden Händen beim Ein- und Ausladen der-Räder schon zur Mittagszeit in Bühl angekommen. Nach einer Abkühlung unter der Dusche machten sie einen Spaziergang durch Bühl und kehrten zur Mittagspause am Johannisplatz in der Eisdiele ein. Natürlich genossen sie auch ein paar kühlende Schritte in den Bächlein, die durch die Fußgängerzone flossen.
Der Abend war dem gemeinsamen Erinnern, dem Erzählen, Plaudern und gegenseitigem Kennenlernen gewidmet. Der absolute Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Funsynphoniker mit ihrem Luftpumpenkonzert! Die unterschiedlichen Register von der großen tiefen Standpumpe bis zur Mehrstimmigkeit der Handpumpen, auch die Querflötenpumpe, alle folgten mit äußerster Präzision dem Dirigat des Maestro Walter. Das Konzert wurde mit frenetischem Beifall bejubelt!
Am zweiten Tag war eine gemeinsame Ausfahrt aller Funradler geplant. Die Route führte auf vielen schattigen Waldwegen rund um Bühl, durch den Schlosspark von Schloss Favorite und nach Rheinmünster Schwarzach. In der ehemaligen und kühlen Kirche der Benediktinerabtei Schwarzach erfuhren die Funradler etwas über den romanischen Baustil. Beim Einkehrschwung waren die größten Eisbecher und viele Getränke gefragt! Die Bedienung hatte alle Hände voll zu tun!
Der Abend stand ganz im Zeichen des 20. Geburtstages des RSC Nußloch! Ein Quizz mit vielen Fragen zu Geschichte, Personen, Ereignissen und Vorkommnissen im Club hatten gemischte Sechser Gruppen zu beantworten. Dabei kam der Spaß nicht zu kurz!
Die Rennradler feierten natürlich auch mit
Natürlich durfte bei den Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen des RSC Nußloch auch die Rennradfraktion nicht fehlen. Für die An- und Rückreise nach Bühl hatten sich verschiedene Gruppen formiert, sodass jeder die Strecke nach seinen Vorlieben in Angriff nehmen konnte.
Auf der Hinfahrt starteten zwei Gruppen ebenfalls gegen sieben Uhr morgens. Die erste wählte eine rund 120 Kilometer lange, weitgehend flache Strecke durch das wunderschöne Elsass. Die zweite Gruppe bevorzugte es etwas hügeliger und absolvierte ebenfalls etwa 120 Kilometer, sammelte dabei jedoch rund 1.700 Höhenmeter. Eines hatten beide Gruppen gemeinsam: reichlich Sonnenschein und hochsommerliche Temperaturen, die schon früh am Tag ihre Wirkung zeigten: Die Bergradler haben jeweils über acht Liter getrunken, sind in Brunnen und Seen gesprungen und haben auch in klimatisierten Bäckereien Unterschlupf gesucht.
Auch die Rückfahrt wurde in zwei Gruppen organisiert. Beide entschieden sich für die flache Route durch das Elsass. Während die einen bereits um sechs Uhr morgens ohne Frühstück in die Pedale traten, ließen es die anderen zunächst etwas gemütlicher angehen und genossen gemeinsam mit den Funradlern das Frühstück im Kloster. Anschließend wurde jedoch ordentlich Tempo gemacht und mit einem beachtlichen Schnitt die Heimreise angetreten – und letztendlich auch Freundschaft mit der Hitze geschlossen.
Alles andere haben Ursel und die Funradler bereits bestens beschrieben. Uns bleibt deshalb nur noch festzuhalten: Schön war's – und bis zum nächsten Mal in der gleichen Runde!
An dieser Stelle sei ausdrücklich Martina Müll-Schnurr gedankt für ihre hervorragende und umsichtige Organisation! Unterkunft, Abendgestaltung, Planung der Ausfahrt, Zugverbindungen und vieles mehr hat sie akribisch organisiert! Es lief alles wie am Schnür(r)chen. Vielen herzlichen Dank!
Bericht: Ursel Stobitzer und Peter Fach
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Peter F (Donnerstag, 02 Juli 2026 13:48)
War einfach schön unser gemeinsames Wochenende. Ich würde spontan sagen: wir brauchen mehr davon :-)